Das ökonomische Dilemma der Medienproduktion: Eine by Regina Schnellmann

By Regina Schnellmann

In medienökonomischen Lehrbüchern findet sich gelegentlich der Verweis auf die Kostenkrankheit der Kulturproduktion. Sehr viel weiter als bis zum Befund, dass diese Kostenkrankheit auch für Medien gilt, reicht es aus medienökonomischer Perspektive nur selten. Regina Schnellmann untersucht das von Baumol und Bowen 1966 beschriebene ‚Ökonomische challenge der Kulturproduktion‘ vor dem Hintergrund aktueller institutionen- und kulturökonomischer Ansätze sowie des soziologischen Institutionalismus. Medienleistungen werden dabei in Abhängigkeit von der Medieninstitutionalisierung beschrieben. Fragen nach dem ökonomischen predicament der Medienproduktion, den Auswirkungen gesteigerter Produktivität für den Medienunternehmer sowie für normative publizistische Werte und Ziele werden in Verbindung von ausgewählten Thesen zu Kunst und Kultur von Bourdieu mit Theorieansätzen der Kultur- und Medienökonomie beantwortet.

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Withers 1983, S. 79 230 Vgl. Haas/Wallner 2007, S. 127f. 226 50 2 Makroebene die „Sinndimension“ der Gesellschaft problematisch geworden ist: Die hohen Werte der Kultur sind obsolet geworden. Medien- und Kulturpolitik wird damit zunehmend anspruchsvoller. 231 „Der Netzwerkbegriff beinhaltet nach innen den Anspruch einer intelligenten und lernfähigen Organisation, nach außen den bürgernahen Bezug zu Adressaten und kulturellen Eigenaktivitäten im soziokulturellen Feld. Der Umgang mit Netzwerken und Lernprozessen fordert von der Kulturpolitik die Fähigkeit zur Intervention in autonome Systeme, ohne deren Autonomie zu zerstören.

126f. 229 Vgl. Withers 1983, S. 79 230 Vgl. Haas/Wallner 2007, S. 127f. 226 50 2 Makroebene die „Sinndimension“ der Gesellschaft problematisch geworden ist: Die hohen Werte der Kultur sind obsolet geworden. Medien- und Kulturpolitik wird damit zunehmend anspruchsvoller. 231 „Der Netzwerkbegriff beinhaltet nach innen den Anspruch einer intelligenten und lernfähigen Organisation, nach außen den bürgernahen Bezug zu Adressaten und kulturellen Eigenaktivitäten im soziokulturellen Feld. Der Umgang mit Netzwerken und Lernprozessen fordert von der Kulturpolitik die Fähigkeit zur Intervention in autonome Systeme, ohne deren Autonomie zu zerstören.

North 1992, S. 1 Markt als Institution 33 Unternehmen, wiewohl es gegenüber dem Markt produktionskostenmäßig überall im Nachteil ist […], nie aus Produktionskostengründen allein integriert. 129 In der Medienproduktion ist vor allem die Faktorspezifität des Humankapitals (publikumsattraktive Schauspieler, Moderatoren) und des Sachkapitals (Zeitungsdruckereien, Filmstudios) hoch. 130 Der Hinweis auf Produktionsrisiken hat für Williamson nicht unmittelbar mit der Produktion zu tun, sondern mit den Eigenschaften der Produktionsfaktoren und den Merkmalen der Vertragsbeziehung,131 ein Grund für hohe Konzentration auch im Medienbereich.

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