Erkrankungen des Zentralnervensystems by Otmar D. Wiestler, Martina Deckert-Schlüter, Hans-Peter

By Otmar D. Wiestler, Martina Deckert-Schlüter, Hans-Peter Hartung (auth.), Prof. Dr. Detlev Ganten, Prof. Dr. Klaus Ruckpaul (eds.)

Charakteristische Erkrankungen des ZNS haben durch die Erhöhung des Durchschnittsalters der Bevölkerung erheblich zugenommen und damit die Forschungsaktivität auf diesem Gebiet außerordentlich intensiviert. Schließlich haben Molekularbiologie und molekulare Genetik zur Aufklärung der Ursachen bisher unklarer Erkrankungen des ZNS beigetragen. In insgesamt 17 Kapiteln wird von ausgewiesenen Experten der aktuelle Stand der Forschung, Entwicklung und Anwendung in der medizinischen Praxis und Therapie von Erkrankungen des ZNS vorgestellt. Unter anderem werden die molekularen Ursachen der multiplen Sklerose, der Alzheimer-Erkrankung und der mit der Aids-Erkrankung auftretenden Enzephalopathie, des weiteren die Genetik neurologischer und psychischer Störungen sowie die molekularen Grundlagen der Suchtentstehung und der Depressionstherapie dargestellt.

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Partizipation und Soziale Arbeit: Einflussnahme auf das subjektiv Ganze

Partizipation ist zu einem omnipräsenten Stichwort in der Sozialen Arbeit geworden. Dabei wurde allerdings Partizipation zu einer Leerformel: used to be genau eigentlich gemeint wird, wenn von Partizipation gesprochen oder geschrieben wird, ist kaum mehr erkennbar. Bringfriede Scheu und Otger Autrata leiten ein grundlegendes Verständnis von Partizipation her und erläutern es: Partizipation ist als Gestaltung des Sozialen und als Einflussnahme auf ein subjektiv Ganzes zu definieren.

Zerebrale Ischämien

Auf der Grundlage neuer Erkenntnisse über die verschiedenen Ursachen und Pathogenesen zerebraler Ischämien durch verbesserte diagnostische Untersuchungsmethoden wie z. B. Ultraschall, Computer-Tomographie, Magnet-Resonanz-Tomographie und Positronen-Emissions-Tomographie wird in diesem Buch die traditionelle Stadieneinteilung des Schlaganfalls ergänzt durch ätiologische Überlegungen, die Grundlage therapeutischer Maßnahmen sein sollen.

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Einzelne Autoren berichtefort und hat eine ungiinstige Prognose. Nach Ent- ten dabei iiber den Nachweis von Zytomegalievifernung der betroffenen Gro6hirnhemisphare rus, Herpes-simplex-Viren oder Epstein-Barr-Virus (Hemispharektomie) oder chirurgischer Durch- (Walter u. Renella 1989; Power et al. 1990; Atkins trennung aller wesentlichen Verbindungen zwi- et al. 1995; Jay et al. 1995). Es handelte sich dabei schen den beiden Hemispharen (funktionelle He- urn einzelne Befunde, welche an gro6eren Serien mispharektomie) konnen jedoch bemerkenswerte nicht reproduziert werden konnten.

Stanton 1954; Johnson et al. 1984). 1 Immunologische Aspekte bei Erkrankungen des ZNS nach einem Hautexanthem bzw. mit Abklingen des Exanthems oder nach einem andersartigen Infekt, haufig des oberen Respirationstrakts, eine Enzephalitis entwickelt. Der Liquor cerebrospinalis weist in ungefahr 1/3 der Falle einen Normbefund oder eine geringe EiweiBerhi:ihung sowie eine leichte mononukleare Pleozytose auf. Typischerweise lassen sich weder virale Antigene noch eine intrathekale Immunglobulinsynthese nachweis en.

Bei dieser Erkrankung kommt Autoantikorpern gegen die GluR3-Untereinheit des AMPARezeptors eine entscheidende pathogenetische Rolle zu. Das Schema illustriert, daB diese Antikorper sowohl zur neuronalen Obererregung (mit KrampfanfaIlen) als auch zu einem Apoptose-vermitteiten neuronalen Zelltod fiihren 'euroll ~ 0. GluR 3 / y ~ I ncuronu\e Degeneration (Apoptose) Noch ungeklart ist der sehr markante Befall nur einer Gehirnhemisphare bei der Rasmussen-Enzephalitis. Haufig bleibt die Erkrankung auch nach langjahrigem Verlauf auf diese Hemisphare beschrankt und greift nicht auf die Gegenseite tiber.

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